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Economy feat. Ecology

Was die Energiewende für die Energieträger bedeutet

Windenergie:

Die Nutzung der Windenergie gehört zu den am schnellsten wachsenden Sektoren in der deutschen Energiewirtschaft. Grund dafür ist natürlich auch die Energiewende. Im Jahr 2013 wurde soviel Leistung zugebaut wie seit zehn Jahren  nicht mehr. Zudem steigt die Nennleistung der neuen Anlagen immer öfter in die 3-Megawatt-Klase. Dadurch wurde der Onshore-Zubau von 2851 Megawatt mit lediglich 1093 Anlagen erreicht. Offshore kamen 48 Anlagen mit 240 Megawatt hinzu. Insgesamt umfasst der Anlagenbestand in Deutschland 34.179 Megawatt – und steigt trotz zahlreicher Gegner ständig.

Die Windenergie trug im Jahr 2013 47,7 TWh zur Stromerzeugung bei und hatte einen Anteil von 8 Prozent am Energiemix. Im Juli 2013 beschloss der Bundestag das Bedarfsplangesetz und legte damit die Grundlagen für bi szu 36 Ausbauvorhaben. Dazu gehören unter anderem auch die Stromtrassen, die den Windstrom von der Küste in die südlichen Bundesländer transportieren sollen. Dieser Energietransfer wird nötig, da die südlichen Bundesländer die meisten Atomkraftwerke abschalten mussten und der Ausbau der Windenergie gleichzeitig nicht zügig genug voran gehen kann.

Immer mehr Bundesländer schreiben zudem Flächen für den potenziellen Windkraftausbau aus. Die bislang „schwarzen“ Flächen, die nicht für Windkraftanlagen genutzt werden durften, sind nicht mehr ausgeschrieben. Stattdessen wurde das Konzept umgedreht: Es werden nicht mehr Verbotszonen ausgeschrieben, sondern sogenannte „weiße“ Flächen, auf denen theoretisch Windräder gebaut werden dürfen. Übrigens: Die Offshore-Windparks tragen weniger als 1 Prozent zur deutschen Stromversorgung bei.

Biogasanlagen:

Biogasanlagen gehören ebenfalls zu den alternativen Energieträger, sind aber besonders umstritten. Die verfügbare Fläche für den Anbau der benötigten Biomasse für den Gärungsprozess ist begrenzt und steht oftmals in einem Spannungsverhältnis zum Nahrungsmittelnabu oder zum Naturschutz – viele Gegner sehen die Biodiversität gefährdet. Die Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe gilt als unproblematisch. Jedoch wird der intensive Anbau von Nahrungspflanzen und die Reservierung von Anbauflächen für geeignete Pflanzen – wie zum Beispiel Zuckerrohr – heftig kritisiert. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass für den Anbau von Biomasse Pestizide und Düngemittel verwendet werden, die Mensch und Umwelt belasten. Unklar bleibt bislang auch der tatsächliche Beitrag zum Klimaschutz, obwohl zahlreiche Gutachten die positive Klimabilanz von Biodiesel bestätigen. Es kommt allerdings auf die Anbaumethoden an.

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Anna Steiner • 7. September 2014


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